Der gar nicht so ängstliche Max

Am Spielplatz war es laut. Lachen, Brüllen und Zurufe über viele Meter hinweg – vereinzelt war auch kurz ein zorniger Aufschrei zu hören und übermütiges Gejohle – aus vollem Kinderhals. Die Geräuschkulisse war so hoch, dass man die Verursachenden nicht leicht auseinanderhalten konnte. Drei Mädchen und zwei Buben spielten Fangen und hatten jede Menge Spaß dabei. Zwei Kleinere hockten in der Sandkiste und schaufelten sich gegenseitig Sand auf die Füße und ihre Köpfe. Ein Volksschulmädchen schaukelte so hoch in die Luft, dass ihre beiden Zöpfe bei jeder Vor- und Rückwärts-Richtungsänderung kleine Kreisbewegungen machten und sachte an ihre Schultern klopften. Und da waren noch jene, die an diesem Frühlingstag kurz nach Ostern ihre neuen Tretroller und Fahrräder stolz ausprobierten.

Nur einer stand ein wenig abseits und beobachtete das Geschehen ohne sichtbare Emotionen. Der vierjährige Max. Er war mit seiner Mutter gekommen, die neben ihm in die Hocke gegangen war, um ganz nah bei ihm zu sein, während sie leise mit ihm sprach. „Geh doch los Max, spiel doch mit den anderen! Warum stehst du denn da herum und tust nichts?“ Es war nur einer von mehreren Versuchen, Max zum Spielen mit den anderen Kindern zu motivieren.

Ergebnislos. Max rührte sich nicht von der Stelle. War er anfangs noch friedlich gestanden und hatte den anderen Kindern zugeschaut, wurde er nach und nach verschlossener und abweisender. Er verschränkte die Arme und zog den Kopf ein wenig an seine Brust. Gern wäre er in Ruhe gelassen worden und hätte weiter den anderen zugesehen, aber die ständigen Einflüsterungen seiner Mama nervten ihn unglaublich.

Nach einigen Minuten ergebnislosen Zuredens zog die Mutter ihren vierjährigen Max mit einer Mischung aus Enttäuschung, Traurigkeit aber auch ein wenig Verzweiflung und Wut an der Hand weg vom Trubel und machte sich mit ihm auf den Heimweg. Ohne zu wissen, was in ihrem Kind vorging. Ohne zu wissen, dass sie gerade eine große Chance verpasst hatte, ihn in seinem So-Sein zu bestärken.

Es passiert sehr häufig, dass mich Eltern aufsuchen und mir erklären, dass ihre Kinder passiv seien und sich nicht am Geschehen der anderen beteiligen. So wie der kleine Max. Viele Väter und Mütter halten ihre Tochter oder ihren Sohn, die so oder ganz ähnlich wie Max reagieren, für ängstlich, ja sogar bis hin zu sozial unverträglich. Dabei ist meist das Gegenteil der Fall. Diese Kinder gehören zu jenen, die gerne beobachten. Die gerne alles, was um sie herum geschieht, zuerst einordnen, um dann, wenn sie das Treiben verstanden haben, selbst aktiv zu werden. Den anderen zusehen, sich überlegen, was diese denn hier eigentlich tun, ist kein Zeichen von Ängstlichkeit oder Schwäche. Leider wird dieses Verhalten gerne in diese Richtung falsch interpretiert.

In meiner Brust schlagen zwei Seelen: Die der ausgebildeten Pädagogin, welche gerne unterrichtete und die der Astrologin. Letztere hat das Glück, Kinder auch von einer ganz anderen Perspektive aus zu betrachten als der rein pädagogischen. Denn Kinder haben, wie wir alle, aufgrund ihrer Geburtsstunde, verschieden stark ausgeprägte Anlagen, die astrologisch ablesbar sind. Diese können von den Eltern ignoriert, oder aber auch gefördert werden. Unbewusst und aus einem reinen Bauchgefühl heraus, mit Liebe, aber auch – was sehr, sehr hilfreich sein kann – mit dem astrologischen Wissen um die Anlagen ihres Kindes.

Hätte die Mutter von Max gewusst, dass ihr Sohn nicht nur Jungfrau im Sternzeichen ist, sondern dass sich auch der Mond in der Jungfrau befindet, dann hätte sie anders reagiert. Sie wäre informiert gewesen, dass Max der geborene Gerne-Zuseher ist. Jemand, der auch in seinem späteren Leben den Überblick bewahrt und sich nicht sofort in jedes unsichere Abenteuer stürzt. Jemand, auf den man zählen kann, der verlässlich ist – und das aufgrund seiner Beobachtungsgabe und seines analytischen Denkvermögens. Das Verhalten von Max am Spielplatz war unter diesen Gesichtspunkten alles andere als frustrierend und enttäuschend. Aber es hat letztlich dazu geführt, dass seine Mutter zu mir kam, um mir Fragen zu stellen und auch, um auf die Fragen Antworten zu erhalten.

Kinder, die eine Jungfrau-Betonung in ihrem Horoskop aufweisen, haben gerne die beschriebene Veranlagung zur Zurückhaltung im ersten Moment. Was nicht heißt, dass sie nicht auch ganz schön Gas geben können. Aber eben nur dann, wenn sie die jeweilige Sache für sich „gecheckt“ haben. So würden es die Größeren von ihnen ausdrücken.

Max hatte das Glück, dass sich seine Mutter bei mir erkundigte und schon nach unserer ersten Sitzung mit einer großen Erkenntnis nach Hause ging: „Mein Sohn ist nicht ängstlich, mein Sohn ist jemand, der gerne von außen die Dinge betrachtet. Der sich für sein eigenes Tun Zeit nimmt und nichts überstürzt. Wenn ich ihm diese Zeit gebe, ohne zu drängen oder ohne zu befürchten, dass er zu ängstlich zum Spielen ist, dann werden sich die Dinge schon ergeben. Schon bei meinem nächsten Gespräch mit ihr hatte sich der gordische Knoten gelöst. Der Spielplatz war nach wie vor ein Thema. Aber nun ein positiv besetztes. Während andere Mütter und Väter permanent hinter ihren Kindern her waren, um ihnen beim Klettern zu helfen, Streit zu schlichten, oder ihre kleinen, schmutzigen Hände nach einem Sturz abzuputzen, genoss die Mutter von Max das Treiben mit ihm von der Zuschauerposition aus. Gemütlich und dabei gemeinsam über alle möglichen Ereignisse plaudernd. Bis Max eines Tages mit einem zufriedenen Gesichtsausdruck sich zu ihr wandte und erklärte: „Ich gehe jetzt schaukeln, Mama.“

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