Stierkind

21. April bis 20. Mai

Ihr Stierkind strahlt erdige Sinnlichkeit aus. Es braucht ausreichend Ruhe und sucht Beständigkeit in allen Dingen. Es will sich die Welt zu Eigen machen, und dafür braucht es viel Zeit, um sich einer Sache voll und ganz zu widmen. Das manchmal vielleicht nervige Trödeln Ihres Kindes ist Teil seiner großen Fähigkeit zu Geduld und Ausdauer.

Das Stierkind sucht Sicherheit und Stabilität, es hat zumeist ein ausgeprägtes Zugehörigkeitsbedürfnis. Seine Wurzeln liegen tief in seiner Sippe verankert, Veränderungen im System oder von Orten kann es schnell einmal als drohende Entwurzelung erleben.

Das Stierkind liebt es, schöne und viele Dinge zu besitzen. Es achtet sie in besonderer Weise und es braucht einen guten Platz für seine „Sammlungsstücke“ und seine “Schätze“.

Es liebt die Sinnesfreuden des Lebens, ein gutes Essen in Ruhe. Besinnlichkeit im Kreise seiner Familie fördert seine Lebensfreude und das Gefühl, dazu zu gehören.

Herausforderungen:

Die große Sehnsucht Ihres Stierkindes nach Beständigkeit macht es schwierig, mit Abschied, Veränderung, Loslassen und Trennungen umzugehen. Das Kind erlebt Trennungen zumeist als kleines Sterben.
Manchmal überfordert es seine Eltern mit seinem starken Bedürfnis nach nährender, körperlicher Nähe und Sinnlichkeit.

Empfehlungen:

Versuchen Sie, Ihrem Kind Verlässlichkeit, emotionale Sicherheit und Geborgenheit zu vermitteln. Lassen Sie es immer spüren, dass Sie in seiner Nähe sind.

Schaffen Sie viele Gelegenheiten, an denen es seine Zugehörigkeit erleben kann, wie z.B. Familienfeste, aber üben Sie mit ihm auch kleine Schritte der Veränderung. Je besser es sich als Kind verwurzelt fühlen kann, umso leichter wird es lernen, mit den von ihm so ungeliebten Veränderungen und Trennungen von Dingen, Orten und Menschen, die nun mal im Leben nicht ausbleiben, umzugehen.

Respektieren Sie die Aufmerksamkeit Ihres Kindes für seine Schätze, aber üben Sie gleichzeitig immer wieder das Loslassen, das Weitergeben und Schenken mit ihm. Für Ihr Kind es wichtig, sich mit der Vergänglichkeit aller Dinge vertraut zu machen und sich damit auszusöhnen. Und ein ausgeglichenes Verhältnis von Nehmen und Geben zu entwickeln.

Da ihr Kind auch gerne genießt und vielleicht auch schon in frühen Jahren Interesse am Kochen und Backen oder auch am Basteln und schöpferischem Tun (z.B. Töpfern … ) hat, stellen Sie mit ihm gemeinsam Dinge her und besprechen Sie schon vorher, wem es diese schenken möchte. Und machen Sie ihm immer wieder klar, dass es dabei nicht um den materiellen Wert geht, sondern um das Schenken als Ausdruck der Wertschätzung.

Das Stierkind hat zumeist eine besondere Liebe zur Natur. Für kaum ein anderes Kind hat die Natur so starke Heilkräfte wie für das Stierkind. Vielleicht mögen Sie mit ihm in den Wald gehen und mit ihm gemeinsam einen Baum umarmen. Und: Lassen Sie es so oft wie möglich in der Erde wühlen.

Geben Sie ihm Gelegenheit, das Werden und Vergehen von Pflanzen zu beobachten, oder sogar zu begleiten, indem es z.B. selber aus Samen Pflanzen heranzüchtet. Auch auf diese Weise kann es sich auf einer unbewussten, aber sehr wirksamen Ebene mit dem Werden und Vergehen aller Dinge vertraut machen und das Abschiednehmen üben.
Und wenn Sie selbst dafür offen sind, führen Sie mit ihrem Stierkind Abschiedsrituale durch. Diese, unsere Welt braucht ohnehin ein Mehr an Abschiedskultur.

Das Stierkind ersehnt die erdige Mütterlichkeit, das Verwöhntwerden, die nährende Umarmung.
Manchmal ist da nur ein kleiner Schritt von der Fürsorge anderer Menschen abhängig zu werden. Auch hier geht es darum, Ihrem Kind zu vermitteln, dass es auch selber für andere Menschen „nährende Fähigkeiten“ in sich trägt.
Auch wenn es angesichts der Alltagsanforderungen oft schwierig ist, versuchen Sie dennoch, Ihr Kind nicht zu Schnelligkeit anzutreiben. Die Kraft Ihres Kindes liegt in seiner Ruhe.

Respektieren Sie, dass Ihr Kind viel Zeit braucht, um seine Angelegenheiten zu erledigen. Möglicherweise zeigt sich das auch beim Lernen. Vergleichen Sie es nie mit anderen, schnelleren Kindern. Würdigen Sie vielmehr die Geduld und die Ausdauer, mit der es sich mit der Welt auseinandersetzt. Von ihm können Sie lernen, ihr Leben zu entschleunigen. Schwer genug!
Das Stierkind liebt die erdige, feste Materie. So sollte auch seine Umgebung gestaltet sein.

Bieten Sie ihm in seinem Zimmer eine klare, wenig dekorierte Umgebung. Möbel mit Holzoberfläche, mit einfachen geradezu gediegenen Formen, wenig Spielzeug, überschaubare Strukturen und gleichzeitig ein Ordnungssystem, das ihm hilft, seine „Sammelstücke“ zu sortieren.
Braun-und Grüntöne und Pflanzen im Kinderzimmer fördern sein Wohlbefinden und sein Sicherheitsgefühl.

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