Der nächste Urlaub kommt bestimmt

Wenn der Krebs mit dem Wassermann

Er hatte sich so auf den ersten gemeinsamen Urlaub gefreut. 2 Wochen, in denen sie alles gemeinsam unternehmen wollten. Lange schlafen, lange frühstücken, danach Händchen halten beim Spaziergang am Strand, nachmittags Strandfeeling und Meer genießen. Gutes Essen, interessante Lektüre, gemeinsame Gruppenausflüge. Am Abend guten Wein bei Kerzenlicht. Endlich raus aus dem Alltagsstress und entspannen. In der 2. Woche würden seine Eltern nachkommen. Darauf freute er sich.
Und alles geschah, wie der Krebsmann es sich vorgestellt hatte. Die ersten 3 Tage Kuschelurlaub pur. Auch im Urlaub die perfekte Partnerin, dachte er sich.

Am 4. Urlaubstag dann die Überraschung. Sie hatte für sich einen Surfkurs gebucht. 2 Stunden morgens täglich. Und an den kommenden Nachmittagen würde sie an den Animationsprogrammen teilnehmen. Ob er nicht auch mitmachen wolle?
Und zwischendurch wären Ausflüge in die diversen Museen der Hauptstadt eine schöne Abwechslung, meinte sie
Was war geschehen: Die Wassermann–Frau wollte ihre wahre Natur auch im Urlaub leben:

Ihr Bedürfnis nach Abwechslung, durchaus auch mal Aufregung, geistig-kulturelle Auseinandersetzung und vor allem zwischendurch mal Beziehungsdistanz. Auch zu viel Nähe hatte sie unruhig gemacht.

Der Krebsmann fühlte sich gekränkt, ungeliebt und ungeborgen und zog sich beleidigt zurück.
In der 2. Woche widmete er sich vor allem fürsorglich seinen Eltern, sie freute sich auch über deren Anwesenheit, musste sich aber zwischendurch immer wieder mal entschuldigen, weil sie ihre Programme nicht versäumen sollte…
Und überhaupt-sein ständig beleidigtes Gesicht …

Nie wieder Urlaub miteinander

Oder überhaupt gleich Trennung, weil sich gezeigt hatte, dass sie ja gar nicht zusammenpassen?
Aber sie liebte doch seine ruhige fürsorgliche Art, im Alltag mit ihr umzugehen. Und er war ja so fasziniert von dieser aufregenden Frau, mit der es ihm noch nie langweilig geworden war.

Was uns am anderen fasziniert, spiegelt uns zumeist, was wir in unser Leben holen sollen, um uns ganz fühlen zu können. Das ist kein einfacher Prozess und fast immer mit Konflikten verbunden. Bis wir die Botschaft verstehen und die Herausforderung annehmen . Das „Gesetz des Ausgleichs“ (Ich suche im anderen , was ich nicht habe) und das „ Spiegelgestz“ (Meine Umwelt spiegelt mir meine eigenen unentwickelten Wesensanteile) bestimm en zu einem bedeuten Teil die Wahl unseres Partners/ unserer Partnerin.
Je bewusster uns das wird, umso bewusster können wir unsere Wahl treffen, umso konstruktiver können wir mit Konflikten umgehen und umso mehr Verständnis entwickeln wir für das So-Sein von Menschen. Umso leichter können wir uns aber auch von absolut schädigenden oder krankmachenden Beziehungsmustern trennen.

So gesehen sind unsere Beziehungen immer Lernbeziehungen. Manche weniger , andere extrem anstrengend. Wie bewusst wir uns auf die Herausforderung einlassen, ist unsere Entscheidung.
In diesem Zusammenhang sind wir daher durchaus die GestalterInnen unseres Schicksals.
Und der Krebsmann und die Wassermannfrau haben unzählige Gestaltungsmöglichkeiten für ihr „Beziehungsschicksal“,

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